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PHOTOVOLTAIK MODULESOLARMODULE –  Verfasst von: Dr. B. Malakouti am 11. April 2021


Die Wahl der richtigen Solarmodule

Solarmodule sind das Herz jeder Photovoltaikanlage. Sie bestehen aus Solarzellen und wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um. Doch welche Module gibt es und was sind die Unterschiede? Dieser Artikel soll einen kleinen Überblick verschaffen.

1. Welche Arten von Solarmodulen gibt es?

Am häufigsten kommen Solarmodule mit Solarzellen auf Siliziumbasis zum Einsatz. Hier unterscheidet man je nach Herstellungsart zwischen polykristallinen und monokristallinen Modulen.

  • Unterschiede SolarmodulePolykristalline Solarmodule gehören zu den älteren Modulklassen und unterscheiden sich von monokristallinen Modulen durch eine geringere Leistung pro Fläche, sind aber in der Anschaffung etwas preisgünstiger.
  • Monokristalline sind zwar in der Anschaffung etwas teurer als, weisen aber einen höheren Wirkungsgrad auf. Sie sind also effektiver und benötigen keine direkte Sonneneinstrahlung, um das volle Leistungspotenzial auszuschöpfen. Die Module fangen schon bei schwachem Tageslicht oder diffusen Lichtverhältnissen an Erträge zu produzieren. Da in Deutschland nicht über die gesamten 12 Monate optimale Sonnen- und Lichtverhältnisse herrschen, ist es wichtig darauf zu achten, dass Module gewählt werden, die trotzdem das ganze Jahr einen konstanten Ertrag liefern.
  • Dünnschichtmodule sind am preisgünstigsten in der Anschaffung, haben aber einen deutlich geringeren Wirkungsgrad als von mono- oder polykristalline Module. Deshalb kommen sie vor allem bei sehr großen Flächen zum Einsatz.

2. Worin können sich Solarmodule noch unterscheiden?

Neben der Art können sich Solarmodule noch in folgenden Eigenschaften unterscheiden:

  • Größe
  • Trägermaterial
  • Wirkungsgrad
  • Nennleistung und max. Leistung
  • Wärmeverhalten
  • Langlebigkeit

 

3. Aufbau eines kristallinen Solarmoduls

Aufbau Solarmodule

 

4. Wie finde ich die richtige Modulgröße und Leistung?

Jeder Modulhersteller arbeitet mit verschiedenen Größennormen. Daher ist darauf zu achten, dass das Modul eine Größe besitzt, die optimal auf die Maße ihres Daches zugeschnitten ist. Wenn der passende Modulhersteller für Ihr Dach gefunden wurde, ist es im nächsten Schritt wichtig darauf zu achten, dass die Module auch die entsprechende Leistung besitzen. Grundsätzlich benötigt man für 1 kWp Modulleistung ca. 5 m2 Fläche auf dem Hausdach.

 

5. Welcher Modulhersteller ist der Richtige?

Ein überaus wichtiger Punkt ist der Modulhersteller. Das Garantieversprechen für die Module sollte von einem Unternehmen stammen, das sich in den letzten Jahrzehnten als substanziell und sehr stabil erwiesen hat. Der Hersteller sollte ein Produktgarantieversprechen von mindestens 10 Jahren geben und eine Leistungsgarantie von mindestens 25 Jahren.

Eine Auswahl verschiedener Module und Hersteller findet ihr hier.

6. Wieviel kosten Solarmodule?

Den Preis für Solarmodule bestimmen folgende kostenbildende Faktoren:

  • Leistung (in kWp)
  • technologischer Fortschritt
  • Modulart (mono-, polykristalline- oder Dünnschichtmodule)
  • Herkunftsort der Solarmodule (EU, USA, Asien)
  • Bestellmenge, Transportkosten und Verfügbarkeit
  • Sondergrößen und Sondermodelle (Schwarze Module, Hybridmodule, Fassadenmodule, transparent und halbtransparente Module)
  • Garantie-Verlängerung und Leistungsgarantie von Herstellern

Alle diese Faktoren führen bei gleichen technischen Daten zu unterschiedlich hohen Kosten auf Hersteller- und Händlerseite und somit auch zu teilweise erheblichen Preisschwankungen und Intransparenz beim Kauf von Solarmodulen. Hier gilt es deshalb alle Faktoren genau zu vergleichen und sich nicht nur am Endpreis zu orientieren.

Quelle: Adobe stock/slavun

7. Die Planung der Photovoltaikanlage mit dem Photovoltaik-Anbieter

Um im Photovoltaik-Dschungel einen Überblick zu behalten, empfiehlt sich die Wahl der Solarmodule mit Hilfe eines unabhängigen Photovoltaik-Beraters. Denn dieser hält nicht nur Fakten und Zahlen bereit, sondern kann auch vorab die Dachauslegung der Module am Computer visualisieren, um so die optischen Unterschiede der Modularten zu vergleichen.

 

 

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