Entdecke heimliche Stromfresser im Haushalt, messe unnötigen Verbrauch und lerne, wie du clever Energie sparst und Kosten senkst.
Verbraucht mein Fernsehr Strom, obwohl er nicht läuft und nur an die Steckdose angeschlossen ist? Viele Geräte im Haushalt verbrauchen Strom, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen – sei es im Standby oder im Dauerbetrieb. Wer seine Stromfresser kennt und gezielt misst, kann unnötigen Verbrauch reduzieren, die Stromrechnung senken und gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du die versteckten Energiefresser findest und effektiv Kosten einsparst.
Short Facts
- Viele heimliche Stromfresser laufen im Haushalt unbemerkt im Standby oder Dauerbetrieb.
- Dabei entscheidet häufig nicht die Leistung, sondern die Laufzeit über den Verbrauch.
- Es lohnt sich, alle Verbraucher zu messen, um entsprechende Stromfresser zu ermitteln.
Entscheidende Stromfresser finden – so gehst du smart vor
Nach dem Blick auf die Abrechnung bist du dir sicher, dass es im Haushalt das eine oder andere Gerät geben muss, das die Stromkosten möglicherweise unnötig in die Höhe treibt. Jetzt möchtest du herausfinden, welche Geräte zu den Stromfressern zählen? Hierfür kannst du systematisch vorgehen und messen. Anschließend weißt du genau, was wie viel Strom verbraucht, und kannst entsprechende Maßnahmen ergreifen.
Grundsätzlich stehen zwei bewährte Methoden zur Auswahl, mit denen du den Stromverbrauch ermittelst, um heimliche Stromfresser im Haushalt zu finden:
1. Stromverbrauch messen
Diese Methode ist am präzisesten, da sie dir exakte Stromverbrauchswerte liefert. Dabei wird ein Strommessgerät zwischen Steckdose und dem zu messenden Gerät geschaltet. Sofort werden dir die Momentanleistung in Watt und der Verbrauch innerhalb eines bestimmten Zeitraums in kWh angezeigt. Diese Methode ist vor allem für Standby-Geräte, Dauerläufer und Elektronik geeignet, bei der du absolut nicht weißt, wie hoch der Verbrauch ist.
Tipp: Notiere die Messergebnisse von jedem Gerät. So hast du sie übersichtlich dargestellt und kannst sie miteinander vergleichen.
2. Stromverbrauch berechnen
Um den Stromverbrauch zu ermitteln, kannst du alternativ oder ergänzend auch eine Berechnung durchführen. Hierfür dient folgende einfache Berechnungsformel:
Leistung in Watt x Nutzungsdauer (in Std.) / 1000 = Stromverbrauch in kWh
Beispiel:
540 Watt x 2 Stunden / 1000 = 1,08 kWh
Diese Methode ist unter anderem gut geeignet, wenn du klar definierte Nutzungszeiten vorliegen hast. Du kannst sie aber auch anwenden, wenn im Haushalt kein Messgerät verfügbar ist.
Mit der richtigen Mess-Strategie alle Stromverbräuche ermitteln
Gehe sämtliche verfügbaren Stromverbraucher im Haushalt durch. Dabei beginnst du damit, alle Geräte im Dauerbetrieb wie Router, Fernseher, Drucker oder Ladegeräte durchzugehen. Danach folgen die leistungsstärkeren Abnehmer wie Elektroherd, Trockner oder Klimagerät. Dauergeräte misst du 24 Stunden durch; bei Kurzzeitgeräten kannst du während der jeweiligen einzelnen Nutzung aufzeichnen.
Was verbraucht am meisten Strom? – Diese Geräte machen den größten Anteil der Stromrechnung aus
Anstatt zu versuchen, sämtliche Verbraucher anzugehen und überall heimliche Stromfresser im Haushalt zu finden, solltest du folgenden Punkt berücksichtigen: Der reine Stromverbrauch ist nicht allein von der Leistungsangabe in Watt abhängig. Viel entscheidender ist letztendlich, wie lange ein Gerät eingeschaltet ist.
Hat ein Gerät zwar eine hohe Leistungszahl von z.B. 1.900 Watt, ist in der Woche aber nur drei Stunden eingeschaltet, ist der Anteil möglicherweise nur gering. Hast du hingegen ein Gerät mit moderater Leistung, das aber häufig länger eingeschaltet ist, kann es sich als Stromfresser herausstellen. Umso wichtiger ist es also, alle Geräte in deinem Haushalt näher zu betrachten und zu priorisieren. Die folgende Übersicht zeigt dir die größten Stromabnehmer und gibt hilfreiche Tipps, um im Haushalt heimliche Stromfresser zu vermeiden:
Elektroherd & Backofen
Sie gehören zu den größten Verbrauchern und können je nach Gerät und Nutzung jährlich bis zu 400–450 kWh verbrauchen. Aufs Kochen und Backen zu verzichten, ist nur schwer möglich. Allerdings kannst du die Nutzung effizienter gestalten, um Strom zu sparen. Dazu gehört unter anderem, mit Deckel zu kochen, Restwärme zu nutzen und Wasser vorher im Wasserkocher zu erhitzen.
Kühlschrank & Gefriertruhe
Sie sind dauerhaft eingeschaltet und unverzichtbar. Vor allem ältere Kühlschränke und Kombinationen können deutlich ineffizienter sein und somit unnötig viel verbrauchen. Kannst und möchtest du deinen Kühlschrank oder deine Gefriertruhe nicht austauschen, kannst du gezielte Sparmaßnahmen ergreifen. So können das regelmäßige Abtauen, die Überprüfung der eingestellten Temperatur und eine Kontrolle der Dichtungen langfristig Strom einsparen.
Waschen & Trocknen
Während Waschmaschinen je nach Gerät eher moderat verbrauchen, sind Wäschetrockner wahre Stromfresser. Achte darauf, immer voll zu beladen, möglichst bei niedrigen Temperaturen zu waschen und nur bei Bedarf zu trocknen.
Auch saisonale Verbraucher wie eine Klimaanlage zeigen sich im Haushalt oft als heimliche Stromfresser. Aber auch hier spielen Faktoren wie Temperatureinstellung und Laufzeit eine entscheidende Rolle.

Stromverbrauch-Tabelle – diese Richtwerte gelten für den Haushalt
Willst du im Haushalt heimliche Stromfresser ermitteln und dir einen schnellen Überblick verschaffen, haben wir dir eine Tabelle mit typischen Durchschnittswerten zusammengestellt. Wichtig ist dabei, dass die tatsächlichen Werte je nach Nutzungsverhalten, Geräteart, Größe und Effizienzklasse abweichen können. Die angegebenen Werte dienen lediglich als Orientierung:
| Gerät | Typischer Stromverbrauch pro Jahr |
|---|---|
| Elektroherd & Backofen | 400–450 kWh |
| Kühlschrank | 120–200 kWh |
| Gefriertruhe | 200–300 kWh |
| Waschmaschine | 120–150 kWh |
| Wäschetrockner | 300–500 kWh |
| Geschirrspüler | 200–250 kWh |
| Fernseher | 100–200 kWh |
| PC/Laptop | 100–250 kWh |
| Spielekonsole | 80–200 kWh |
| WLAN-Router | 70–120 kWh |
Tipp: Du hast bereits Messungen durchgeführt und deine Werte liegen etwa 30–50 % über den oben angegebenen Richtwerten? Um mit diesen heimlichen Stromfressern im Haushalt zusätzlich zu sparen, kannst du deren Einstellungen überprüfen und ggf. anpassen. Passe außerdem deine Nutzungsgewohnheiten an und berücksichtige Alter und Effizienz.
Checkliste: So findest du heimliche Stromfresser im Haushalt
Unsere obere Tabelle und Übersicht mit den größten Stromabnehmern haben bereits gezeigt, welche Abnehmer die Stromkosten größtenteils in die Höhe treiben können. Aber auch die kleinen, unscheinbaren Geräte sollten beachtet werden. Denn sie entpuppen sich im Haushalt teils als wahre heimliche Stromfresser. Gehe folgende Punkte durch, um mögliche Stromfresser zu finden:
- WLAN-Router und Repeater laufen häufig ohne Zeitplan und aktivierte Stromsparfunktion dauerhaft auf Volllast.
- Netzteile von Drucker, Laptop oder Lampen verbrauchen unnötig Strom.
- Ladegeräte von Smartphones und Tablets sind dauerhaft eingesteckt.
- TV-Anlagen inkl. Fernseher, Soundbar und Receiver sind durch Standby ständig einsatzbereit, verbrauchen aber dennoch Strom.
- Außenlampen haben lange Laufzeiten oder schalten auch dann, wenn es schon deutlich heller ist.
- Auch Komponenten wie Umwälzpumpen sind häufig ineffizient.
- Nur mal kurz den Heizlüfter laufen lassen, damit es schnell mollig warm wird? Hier kann der Verbrauch teilweise sehr hoch sein.
Mit diesen Tipps kannst du sofort Strom sparen – und verzichtest nicht auf deinen Komfort
Heimliche Stromfresser im Haushalt ausfindig machen ist eine Sache – gezielt Strom sparen die andere. Mit einzelnen, gezielten Handgriffen und den richtigen Einstellungen kannst du den Verbrauch langfristig spürbar senken. Hier kommen hilfreiche Tipps:
- Elektrische Verbraucher wie Computer, TV-Anlage oder Musikanlage mit einer schaltbaren Steckdosenleiste ausstatten und nach der Nutzung abschalten.
- Überprüfen, ob Abnehmer wie Router, Spülmaschinen oder Laptops einen Stromspar-Modus (Eco-Modus) haben und ihn aktivieren.
- Haben Kühlschrank und Gefrierschrank die richtige Temperatureinstellung, oder sind sie höher als nötig eingestellt?
- Im Homeoffice – wenn sinnvoll – den Desktop-PC durch einen Laptop ersetzen.
- Altgeräte, deren Messung einen eklatant hohen Verbrauch aufweist und die keinen Optimierungsspielraum mehr haben, konsequent durch neue, effiziente Abnehmer austauschen.
Die smarte Lösung: Mit dem richtigen Energiesystem langfristig clever Stromkosten sparen
Heimliche Stromfresser im Haushalt zu stoppen, um die Stromrechnung zu senken, ist ein guter Start. Auch langfristig kannst du ansetzen, indem du nicht nur einzelne Geräte optimierst und austauschst, sondern gleich den gesamten Energiefluss in deinem Haus intelligent steuerst. Anstatt ständig zu justieren, kannst du dir ein System schaffen, mit dem du Stromerzeugung, Verbrauch und Speicherung in Einklang bringst.
So hast du beispielsweise die Möglichkeit, eine Photovoltaikanlage einzurichten. Zusammen mit einem passenden Stromspeicher steigerst du den Eigenverbrauch, wodurch du keinen Strom einkaufen musst und Geld sparst. Zusätzlich unterstützten Komponenten wie das Energiemanagement PEC Dynamic dabei, Verbraucher smart zu steuern, Energiespitzen zu reduzieren und das gesamte System an deinen Alltag und Stromtarif anzupassen.
Mit diesen und weiteren Lösungen hebelst du heimliche Stromfresser im Haushalt gezielt aus und gestaltest dein gesamtes Zuhause effizienter. Du möchtest wissen, welche Kombination am besten zu deinem Haus passt? Dann nutze jetzt unseren PV-Rechner oder direkt die Beratung von PEC. Unser erfahrenes Team zeigt dir, wie du in deinem Haushalt heimliche Stromfresser strategisch managest, um langfristig zu sparen. Sprich uns an!


